Cost-per-Hire ist die durchschnittliche Summe aller Kosten, die eine Einstellung verursacht, geteilt durch die Zahl der Einstellungen in einem Zeitraum. Die Kennzahl macht den finanziellen Aufwand des Recruitings messbar.
Berechnung Cost-per-Hire = (interne Kosten plus externe Kosten) geteilt durch Anzahl der Einstellungen. Interne Kosten sind etwa Recruiter-Zeit und Tools. Externe Kosten sind Stellenanzeigen, Agenturen oder Active Sourcing. Beispiel: 40.000 Euro Gesamtkosten, 20 Einstellungen. Cost-per-Hire = 2.000 Euro.
Warum die Kennzahl zählt Cost-per-Hire zeigt, wie effizient das Recruiting-Budget eingesetzt wird, und macht teure Kanäle sichtbar. Sie ist die Grundlage, um Investitionen in Automatisierung oder neue Kanäle zu rechtfertigen.
Typische Werte Eine aktuelle flächendeckende Erhebung des durchschnittlichen Cost-per-Hire für Deutschland liegt nicht vor. Der Wert hängt stark von Rolle, Branche und Kanal ab. Standardpositionen liegen meist im niedrigen vierstelligen Bereich, während spezialisierte Fach-, IT- und Führungsrollen ein Vielfaches erreichen können, vor allem wenn Personalberatungen beteiligt sind. Sinnvoll ist daher, den eigenen Cost-per-Hire je Rolle und im Zeitverlauf zu messen, statt sich an einem Pauschalwert zu orientieren.
Abgrenzung zu Vakanzkosten Cost-per-Hire misst, was die Besetzung selbst kostet. Vakanzkosten messen, was die unbesetzte Stelle an entgangener Leistung kostet. Beide zusammen ergeben das wahre Bild der wirtschaftlichen Wirkung einer Stelle.
Wie Sie Cost-per-Hire senken
- Kanäle nach Kosten je Einstellung statt je Bewerbung bewerten.
- Manuelles Screening reduzieren, das die teure Recruiter-Zeit bindet.
- Eigene Pipeline und Empfehlungen stärken, statt auf teure Agenturen auszuweichen.
