Die Annahmequote, englisch Offer Acceptance Rate, ist der Anteil der unterbreiteten Angebote, die von Kandidaten angenommen werden. Sie misst, wie zuverlässig der Prozess am Ende in eine Einstellung mündet.
Berechnung Annahmequote = angenommene Angebote geteilt durch unterbreitete Angebote, mal 100. Beispiel: 18 von 20 Angeboten angenommen. Annahmequote = 90 Prozent.
Warum die Kennzahl zählt Eine niedrige Annahmequote ist teuer, denn jedes abgelehnte Angebot bedeutet, dass der gesamte Prozess für diese Stelle umsonst war und von vorn beginnt. Die Quote zeigt, ob Angebot, Prozesserlebnis und Marktlage stimmen.
Typische Werte Belastbare DACH-Benchmarks zur Annahmequote liegen nicht vor, kursierende Prozentwerte stammen meist aus US- oder globalen Quellen. In funktionierenden Prozessen nimmt die deutliche Mehrheit der Kandidaten das Angebot an. Wie relevant der letzte Schritt ist, zeigt eine Erhebung des IW Köln: Rund 14,7 Prozent der befragten Unternehmen erleben, dass Bewerber einen Vertrag unterschreiben und die Stelle dann doch nicht antreten. (Quelle für den späten Absprung: IW Köln, KOFA-Befragung 2025.)
Abgrenzung zur Absprungrate Die Absprungrate misst Abbrüche über den gesamten Prozess. Die Annahmequote misst nur den letzten Schritt, die Reaktion auf das konkrete Angebot. Eine hohe Absprungrate früh und eine niedrige Annahmequote spät haben oft unterschiedliche Ursachen.
Wie Sie die Annahmequote erhöhen
- Erwartungen zu Gehalt und Konditionen früh klären.
- Den Prozess kurz halten, damit Kandidaten nicht parallel woanders zusagen.
- Das Angebot persönlich und wertschätzend kommunizieren.
